Gilboa, Jacob (eig. Goldberg, Erwin)

* 2.5.1920 Kaschau (Košice/SK), † 9.5.2007 Tel Aviv?

Komponist

Besuchte das Humanistische Gymnasium Wasagasse (Wien IX); 1938 Emigration nach Palästina (Exil); Architekturstudium in Haifa/IL; 1944–47 Studium an der MHsch. von Jerusalem (Komposition bei Josef Tal, Orchestration bei Paul Ben Haim); besuchte 1963 den Ersten Kölner Kurs für Neue Musik (Karlheinz Stockhausen, Henri Pousseur, Aloys Kontarsky) und 1968 die Ferienkurse in Darmstadt/D (Stockhausen, G. Ligeti). G. lebte nach 30-jähriger Tätigkeit in der Stadtverwaltung von Tel Aviv als freischaffender Komponist. Seine Werke verließen zunächst nicht die Tonalität. Seit 1963 setzte er auch Cluster, Vierteltöne sowie elektronische Musik ein. G. hatte eine besondere Vorliebe für den Neoimpressionismus. G. repräsentierte Israel viermal (1969, 1973, 1978, 1989) beim Festival der International Society for Contemporary Music.

Ehrungen

  • Lieberson-Preis des Komponistenverbandes Israel
  • Preis des israelischen Premierministers Sparte Musik 1983

Werke

Klavier- und Kammermusik (Thistles, Crystals); Lieder; The 12 Jerusalem Chagall Windows 1966 für Mezzosopran, 6 Frauenstimmen und Kammerorchester; Ballett Horizons in Blue and Violet 1969; From the Dead Sea Scrolls 1971 (Aus den Schriftrollen von Qumran); The Grey Colours of Käthe Kollwitz 1990 für Mezzosopran, Kammerorchester und Tonband.

Schriften

  • Fashions and Styles in New Music in Israel 3/1981

Literatur

Autorin

  • Barbara Boisits

Letzte inhaltliche Änderung

17.7.2025

Empfohlene Zitierweise

Barbara Boisits, Art. „Gilboa, Jacob (eig. Goldberg, Erwin)“ (17.7.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cf17 (abgerufen am )

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