Zeigte früh musikalische Begabung und übersiedelte 1910 mit seiner Familie nach Bozen; Schulbesuch hier und in Innsbruck (Handelsakademie). Über Vermittlung von K. Koch studierte G. 1920/21 an der Regensburger Kirchenmusikschule und danach bei Joseph Haas in München. Im Herbst 1921 hielt G. an der Innsbrucker Urania einen Kurs über Musikgeschichte, zur gleichen Zeit gab er privaten Klavier- und Musiktheorieunterricht. 1923 kehrte er nach Bozen zurück, wo er ebenfalls als Klavier- und Theoriepädagoge (Schüler: A. Riester) wirkte; 1924 Kompositionsabende in Bozen und Innsbruck; die folgenden Jahre waren von Krankheit geprägt. Seine Musik wurde noch 1951 im Radio gespielt.
Ehrungen
- 6. Preis bei einem Preisausschreiben für Liedvertonungen des Österr. Musiker- und Sängerbundes 1925
Werke
Symphonische Dichtung Bergwanderung 1923, Suite Dolomitenmärchen f. V. und Kl. 1927, Männerchöre, Klavierstücke, Lieder mit Orch.-, Streichquartett- oder Klavierbegleitung (Liederzyklus Vom Abend bis zum Morgen f. Bar. und Streichquartett).
Schriften
- Gedichte
Literatur
- O. Gasteiger in Der Schlern 9 (1928)
- E. Knapp, Kirchenmusik Südtirols 1993
- J. Libbert in F. Fleckenstein (Hg.), [Fs.] Gloria Deo Pax Hominibus 1974
- Tiroler Anzeiger 8.10.1921, 6, 22.10.1921, 10, 5.7.1924, 8, 23.10.1925, 5, 7.2.1927, 5, 12.3.1927, 19
- Neueste Ztg. 19.2.1922, 4
- Innsbrucker Nachrichten 3.10.1924, 6
- Bozner Nachrichten 27.6.1924, 4, 11.9.1924, 3, 7.10.1924, 3, 16.10.1924, 8
- Der Landsmann 30.9.1925, 8
- Dolomiten 7.2.1927, 3 u. 5, 9.2.1927, 8
- Tiroler Tagesztg. 25.8.1951, 5, 16.10.1951, 4
- Radio Wien 11.8.1951, 10
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
6.5.2025Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Gerstenberger, Heinrich“ (6.5.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00404d93 (abgerufen am )
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