Während seiner Herrschaft in Weitra/NÖ wurde das vermutlich schon im 18. Jh. errichtete Schlosstheater ständig bespielt (u. a. Stücke mit musikalischen Einlagen), unter Teilnahme von F. selbst, der oft auch Regie führte und zudem in benachbarten Schlössern von Verwandten (Liechtenstein, Lobkowitz, Schwarzenberg) bei Theateraufführungen mitwirkte. Außerdem stellte er in Weitra aus eigenen und städtischen Beamten ein Orchester zusammen, mit dem er regelmäßig selbst spielte. F. war Gründungs-, 1815–17 Direktionsmitglied, 1817–24 und 1842–51 Präsident der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. 1844/45 übernahm er in Vertretung des erkrankten Oberstkämmerers Johann Rudolf Graf Czernin die Oberleitung des Hofburgtheaters (Burgtheater). Die Theatertradition in Weitra wurde von den Kindern und Enkeln F.s aktiv weitergeführt. Einer seiner Söhne, Friedrich Egon (1813–92), wurde Erzb. von Olmütz, 1879 Kardinal.
Literatur
- [Kat.] Die F.er. 800 Jahre Herrschaft und Kultur in Mitteleuropa 1994
- R. M. Prosl, Zur Gesch. des Bühnenwesens in Niederdonau 1941
- R. v. Perger/R. Hirschfeld, Gesch. der k. k. Ges. der Musikfreunde in Wien 1912
- MGÖ 2 (1995)
Abbildungen
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2002Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Fürstenberg, Friedrich Egon Landgraf von“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00020cc9 (abgerufen am )
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