Neffe des Erzb.s H. Colloredo. Studierte in Salzburg Jus, hat dort möglicherweise Unterricht von W. A. Mozart erhalten, dem er auch später noch begegnete, und leitete das im Palais Lodron spielende Liebhaberorchester, dem u. a. L. und M. A. Mozart angehörten. 1791 veranstaltete Cz. in Prag anlässlich der Krönung Leopolds II. ein Konzert mit einem Orchester von 150 Musikern. Er war längere Zeit auf Studienreisen in Europa, 1823–27 Präsident der Akademie der bildenden Künste in Wien. 1824 wurde Cz. kaiserlicher Oberstkämmerer (1828–34 auch Stellvertreter des 1. Obersthofmeisters) und damit Leiter der Hofsammlungen und (gemeinsam mit J. Schreyvogel) der Hoftheater. Er förderte mehrere Institutionen, u. a. die GdM und den Kirchenmusikverein von St. Anna in Wien. Privat legte er seit ca. 1800 eine Sammlung von ca. 300 Kupferstichen und Gemälden an.
Ehrungen
- Ritter des Goldenen Vlieses 1823
Literatur
- ÖL 1995
- Czeike 1 (1992)
- MGÖ 2 (1995)
- Wurzbach 3 (1858)
Abbildungen
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2002Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Czernin von und zu Chudenitz, Johann Rudolf Graf“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cb47 (abgerufen am )
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