Sohn des Gerichtsbeamten Franz F., der 1890 in den erblichen Adelsstand erhoben wurde (mit dem Prädikat „von Traisenau“). Studierte Medizin an der Wiener Univ. (Promotion 1879), übte den Arztberuf aber nicht aus. Kulturhistorische Studienreisen nach Deutschland, Italien, Frankreich, Belgien und Holland. 1881–83 am Österreichischen Museum für Kunst und Industrie, 1884–92 [NGroveD: 93] Kustosadjunkt am Wiener Hofmuseum (dem heutigen KHM). Direktor der Gräflich-Schönborn-Wiesentheidschen Gemäldegalerie. F. lehrte Kunstgeschichte am Wiener Athenäum und war bekannter Beethoven-Forscher. Sein Nachlass wurde vom Bonner Beethoven-Archiv angekauft.
Schriften
- Beethoven und Goethe 1883
- Neue Beethoveniana 1888
- Josef Danhauser und Beethoven 1892
- Beethovens Wohnungen in Wien 1894
- Beethoven-Studien 1906
- Beethoven im zeitgenössischen Bildnis 1923
- BeethovenH 1926
- als Hg.: BeethovenJb 1908 u. 1909
- G. Nottebohm: Thematisches Verzeichnis der im Druck erschienenen Werke von Ludwig von Beethoven 1925
- bearbeitete Beethovens sämtliche Briefe 2 (1909), 3 (1911), hg. v. A. Ch. Kalischer
Literatur
- MGG 4 (1955)
- NGroveD 9 (2001)
- Czeike 2 (1993)
- ÖBL 1 (1957)
- A. Lhotsky, [Fs.] des kunsthistorischen Museums zur Feier des fünfzigjährigen Bestandes 2 (1945)
- Die Presse 5./6./7.1.1979
- Taufbuch der Pfarre Amstetten 1845–62, fol. 148
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2002Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Frimmel (von Traisenau), Theodor“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001ce1a (abgerufen am )
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

