Fitelberg, Grzegorz

* 18.10.1879 Dünaburg (Daugavpils, Dwinsk/LV), † 10.6.1953 Kattowitz/Schlesien (Katowice/PL)

Dirigent, Komponist, Pianist, Pädagoge

1891–96 Studien am Warschauer Musikinstitut. Seit 1905 Mitglied der Komponistengruppe Das junge Polen, zu der u. a. auch K. Szymanowski gehörte. 1908–11 künstlerischer Leiter der Warschauer Philharmonie. 1912–13 als Kapellmeister an der Wiener Hofoper verpflichtet. 1914–21 Dirigent in Russland (Mariinskij Theater in St. Petersburg) bzw. in der Sowjetunion (Bolshoi Theater). 1921 Dirigent bei Sergei Diaghilews Ballets Russes. 1924–34 Direktor der Warschauer Philharmonie, 1934–39 Leiter des Polnischen Rundfunkorchesters. 1940–45 Konzerttätigkeit in Südamerika und in den Vereinigten Staaten. Nach dem Krieg kehrte F. nach Polen zurück, ließ sich in Kattowitz nieder, wo er bis zu seinem Tod das Orchester des Polnischen Rundfunks leitete und an der Hsch. für Musik Dirigieren unterrichtete. Seine erfolgreiche künstlerische Tätigkeit ist mit den großen Konzertsälen und Opernhäusern der Welt verbunden. Am 10.11.1911 debütierte F. als Dirigent im Wiener Musikverein, wo er bis 1938 oft gastierte. Bei der Universal Edition erschienen zwei bedeutende Werke: seine Polnische Rapsodie op. 25 (1913) und die Ouvertüre In der Tiefe des Meeres op. 26 (1914).

Ehrungen

  • Paderewski Preis für Komposition (Leipzig 1898)
  • Polonia Restituta; Légion d'honneur; Corona Italia.

Literatur

Autor

  • Piotr Szalsza

Letzte inhaltliche Änderung

18.2.2002

Empfohlene Zitierweise

Piotr Szalsza, Art. „Fitelberg, Grzegorz“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00020840 (abgerufen am )

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