Finaly (verh. Pulitzer), Caroline Betty (Karoline)

* 25.7.1849 Budapest, † 14.6.1934 Trieste/I

Sängerin (Sopran)

Ausbildung bei C. M. Wolf in Wien, 1868 Debüt am Theater an der Wien, wo sie bis 1872 und 1875–83 engagiert war. 1872–74 am Strampfertheater, 1876/77 am Carltheater. Wirkte in wichtigen UA.en von Operetten von J. Strauss Sohn (1875 Cagliostro in Wien, 1881 Der lustige Krieg) und C. Millöcker (1880 Apajune, der Wassermann, 1882 Der Bettelstudent) mit. Regelmäßig Gastspiele in Berlin, v. a. am Friedrich-Wilhelmstädtischen Operettentheater. F. zählte zu den beliebtesten Soubretten ihrer Zeit, zog sich jedoch drei Tage vor ihrer Eheschließung am 22.12.1883 mit dem Kaufmann Geza Pulitzer (* 3.3.1847 Makowa/Ungarn [Makó/H], † 27.4.1930 Triest) von der Bühne zurück und folgte ihrem Ehemann nach Triest. Hier gebar sie vermutlich zwei Söhne. Ihr Mann war möglicherweise verwandt mit dem ebenfalls aus Makó stammenden Journalisten und Stifter des Pulitzer-Preises, Joseph Pulitzer (* 10.4.1847 Makó, † 29.10.1911 Charleston, South Carolina/USA).

Literatur

  • K-R 1997
  • Eisenberg 1903
  • Neues Wr. Journal 22.6.1934, 4
  • Wr. Salonbl. 23.12.1883, 7
  • Neues Wr. Tagbl. 20.12.1883, 5
  • www.myheritage.at (12/2021)
  • Trauungsbuch der Reformierten Stadtkirche (Wien I) 1880–89, fol. 96

Abbildungen

Autorinnen

  • Andrea Harrandt
  • Monika Kornberger

Letzte inhaltliche Änderung

14.8.2023

Empfohlene Zitierweise

Andrea Harrandt, Monika Kornberger, Art. „Finaly (verh. Pulitzer), Caroline Betty (Karoline)“ (14.8.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00020ccc (abgerufen am )

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