Nach Studium in Wien (Dr. jur. 1834) 1843–77 Hof- und Gerichtsadvokat in Wien, 1850–60 Ausschussmitglied der Wiener Advokatenkammer, dazu auch Mitglied des Staatsgerichtshofes, Direktor der Oesterreichischen Nationalbank und der Ersten österreichischen Spar-Casse. 1862 wurde er Dekan der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät an der Univ. Wien. Im Musikleben Wiens übernahm E. ebenfalls wichtige Funktionen: 1845–49 und 1854–59 war er Vorstand des Wiener Männergesang-Vereins, 1851–59 Direktionsmitglied, 1868–77 Präsident der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, Mitbegründer des Singvereins dieser Gesellschaft. Sein Sohn Gustav (Hof- und Gerichtsadvokat) gehörte der Direktion der Musikfreunde seit 1880 an.
Ehrungen
- Ehrenmitglied des Wiener Männergesang-Vereins 1868
- Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien 1870
Literatur
- Czeike 2 (1993)
- Adametz 1943
- A. v. Böhm, Geschichte des Singvereines der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien 1908
- R. v. Perger/R. Hirschfeld, Geschichte der k. k. Gesellschaft der Musikfreunde in Wien 1912
- [Fs.] 100 Jahre Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien 1858–1958, 1958
- MGÖ 3 (1995)
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2002Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Egger, Franz“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001fdd5 (abgerufen am )
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

