Rupert: * 6.3.1911 Bad Ischl/OÖ, † 13.1.1992 Leoben/St. Pädagoge, Dirigent und Komponist. Musikalische Ausbildung 1927–30 privat bei J. N. David in Wels/OÖ, 1931–34 am Mozarteum in Salzburg u. a. bei F. Frischenschlager und B. Paumgartner. 1933–37 Studium der Musikwissenschaft in Wien bei Rob. Haas, R. Lach, L. Nowak und A. Orel. 1937 wurde er Lehrer für Tonsatz am Steiermärkischen Landeskonservatorium in Graz, 1939 auch Dozent für Gambe und alte Kammermusik an der dortigen Hsch. für Musikerziehung, 1946 städtischer Musikdirektor in Leoben, 1964 Direktor der Landesmusikschule in Graz, 1970 Landesmusikdirektor. Er hatte einen ausgezeichneten Ruf als Pädagoge wie als Praktiker.
Ehrungen
- Ehrenmitglied der Arbeitsgemeinschaft der Musikerzieher Österreichs (AGMÖ).
Werke
kantatenartige Spielmusiken für Blockflöte und z. T. Orff-Spielwerk; Kammermusik; Lieder.
Schriften
- u. a. Ich spiele Blockflöte, 2 Bde., 1972
- Der frühe Cellounterricht 1982
- Wir spielen Cello. Ein Übungsbuch o. J.
- Aufsätze über aktuelle Fragen der Musikerziehung
Literatur
- MGG 15 (1973)
- StMl 1962–66
- Kürschner 1954
- ME 45 (1991/92) Juni 1992
Josef Friedrich: * 5.8.1918 Wels/OÖ, † 16.1.1989 Salzburg. Komponist, Chorleiter, Organist und Pädagoge. Studium an der Grazer Hsch. für Musikerziehung (u. a. Komposition bei K. Marx, Orgel bei F. Illenberger), der Grazer Univ. (Germanistik) und 1954–56 am Mozarteum in Salzburg (Musikerziehung). 1947–57 war er Kantor und Organist der Stadtpfarre Wels, 1951–70 auch Leiter des Welser Bach-Chors und 1957–60 Theorielehrer am Linzer Bruckner-Konservatorium, 1960–88 wirkte er als Lehrer (seit 1972 Prof.) für Orgel und Komposition am Mozarteum in Salzburg, 1971–84 auch als stellvertretender Rektor. 1975–78 Vizepräsident des Österreichischen Orgelforums, das er mitbegründete. Als anerkannter Lehrer wie als Komponist hat er sich mit Musik aller Zeiten auseinander gesetzt und einen Kompositions-Stil entwickelt, der nach eigener Einschätzung „durch zentralton-orientierte Panchromatik und vorwiegend polyphone Prägung bestimmt“ ist.
Ehrungen
- u. a. 1. Preis Internationale Kompositions-Wettbewerbe Haarlem/NL 1956 und 1957, Gent/B 1958 und Speyer/D 1960
- Kunstförderungspreis Oberösterreich 1966
- Österreichischer Staatspreis 1967
- Anton Bruckner-Preis Oberösterreich 1972
- Komturkreuz zum Sylvesterorden (Vatikan) 1978
- Ehrenkreuz I. Klasse für Kunst und Wissenschaft Republik Österreich 1986
- Dr. h.c. Rom 1986
Werke
Oratorium Dein Reich komme; Messen; Motetten; Kantaten; Lieder; Orchesterwerke; Kammermusik; Orgelwerke.
Schriften
- zahlreiche Aufsätze über Kirchenmusik und Pädagogik
Literatur
- MaÖ 1997 (mit Werk- und Schriftenverzeichnis)
- Who is who in Öst. 1987/88
- MGG 15 (1973)
- Riemann 1972
- Goertz 1979, 1989
- MGÖ 3 (1995)
- StMl 1962–66
- Kürschner 1954
- K. Schütz in Österr. Orgelforum 1989/1-2
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2002Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Doppelbauer, Brüder“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001fc4f (abgerufen am )
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