Die D. war der erste feste (d. h. gemauerte) Theaterbau nördlich der Alpen und mit über 100 mal 30 Metern auch einer der größten. Nach dem Aussterben der Tiroler Linie der Habsburger wurde das Gebäude als Bankettsaal, Reitschule und Bibliothek verwendet (v. a. nach der Erbauung des alten Hoftheaters 1653–55); 1810 wurde an die D. das Hauptzollamt angebaut, das seither dem Theaterbau den Namen gab. Ab dem 19. Jh. wurde die D. v. a. als Speicher für Kulissen und Fundus des Landestheaters verwendet. 1972 wurden die Mauern des Gumppschen Theaterbaus in den Neubau des Innsbrucker Kongresshauses als wesentliche Stilelemente integriert (vgl. dazu die Abb. bei Höpfel).
Literatur
- Senn 1954
- J. Höpfel, Innsbruck – Residenz der alten Musik 1989
- H. Seifert, Der Sig-prangende Hochzeits-Gott 1988
- E. Th. Hilscher, Mit Leier und Schwert 2000
Autorin
- Elisabeth Th. Hilscher
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2002Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Dogana“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001fc44 (abgerufen am )
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