Dessauer, Josef

* 28.5.1798 Prag, † 8.7.1876 Mödling/NÖ

Komponist

Zunächst Kaufmann. Am Prager Konservatorium Schüler von W. Tomaschek und Friedrich Dionys Weber. Besuchte Italien, England, Frankreich, war sehr oft auch in Wien, wo er sich 1835 niederließ. Seit 1843 verbrachte er die Sommermonate fast regelmäßig in (Bad) Ischl, im Ausseerland oder in Karlsbad. D. zählte zu den beliebtesten Liederkomponisten seiner Zeit (u. a. 20 Zyklen), schrieb auch erfolgreiche Opern und war mit vielen zeitgenössischen Komponisten, Autoren und Künstlern befreundet (George Sand nannte ihn „Meister Favilla“). Ein von Rich. Wagner zugesagtes Opernlibretto wurde wie auch ein Oratorien-Text nicht beendet. F. Liszt übertrug Lieder von D. für das Klavier, F. Chopin widmete D. seine Polonaisen op. 26.

Ehrungen

Werke

Opern (Lidwinna 1836; Ein Besuch in St. Cyr 1838 (T: E. Bauernfeld); Paquita 1851; Dominga 1860); Symphonien; Ouvertüren; Kammermusik; Klavierwerke; Chöre; Lieder, Kanzonetten, Arien.

Literatur

Abbildungen

Autor

  • Uwe Harten

Letzte inhaltliche Änderung

18.2.2002

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Art. „Dessauer, Josef“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cb96 (abgerufen am )

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