Tochter des Wiener jüdischen Kantors Moritz Goldstein. Zunächst Tänzerin in Raab (Györ/H) und 1844–49 in Budapest; ging nach Gesangsausbildung bei H. Proch und A. Ander in Wien 1849–52 nach Berlin, 1852–60 an das Kärntnertortheater in Wien. Gastspiele führten sie u. a. nach St. Petersburg/RUS, Moskau, Paris, London (1860–62) und Mailand. Hauptpartien waren u. a. Fides (Der Prophet), Rachel (Die Jüdin), Donna Elvira (Don Giovanni), Leonore (Fidelio), Azucena (Troubadour), Ortrud (Lohengrin). 1875–81 unterrichtete sie am Konservatorium der GdM. Die überall erfolgreiche C. verlor Ende der 1870er Jahre ihre Stimme und starb verarmt. Ihre Tochter war die Schauspielerin und Sängerin Blanche Corelli (eig. Maria Dorothea Eva, * 4.2.1853 Odessa [Odesa/UA], † 28.12.1939 Berlin), die während einer Konzertreise C.s geboren wurde. Sie entstammte C.s kurzer Ehe mit dem Zauberkünstler Carl Compars Herrmann (1816–87).
Ehrungen
- Widmungsträgerin von G. Blassers Drei Lieder, op. 4
Literatur
- K-R 1997
- ÖBL 1 (1957)
- Kosch 1 (1953)
- Wurzbach 3 (1858)
- https://de.wikipedia.org (5/2025)
- www.geschichtewiki.wien.gv.at (5/2025)
- eigene Recherchen (Jahresberichte des Konservatoriums der GdM)
- Mitt. Hansjörg Rost (2/2025)
Abbildungen
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
23.6.2025Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Csillag (Czillag, eig. Goldstein, verh. Herrmann), Rosa“ (23.6.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cb3e (abgerufen am )
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