Seit 1841 in Wien, zunächst Magistratsbeamter und Mitglied des Wiener Männergesang-Vereins, dann Schüler von Friedrich Wild. Debüt 1845 am Kärntnertortheater und seitdem eine der Hauptstützen im lyrischen und jugendlich-dramatischen Fach (Prophet, Florestan, Lohengrin [s. Abb.], Raoul in Hugenotten, Lyonel in Martha, Faust). Zahlreiche Gastspielreisen. Rich. Wagner sah in ihm einen möglichen Tristan. A. starb geistig verwirrt. – Seine Geschwister Ernst, Adolf (als Adolf Andriol) und Anna traten ebenfalls als Sänger bzw. Sängerinnen auf.
Gedenkstätten
- Ehrengrab Wien 1894 (s. Abb.)
Ehrungen
- k. k. Kammersänger
- schwedische, hannoveranische und hessische Medaillen
- Ehrenmitglied der Königlichen Akademie der Künste und der Musik Stockholm sowie des Konservatoriums der Musik Prag
Literatur
- H. Strell-Anderle, A. A. 1996
- MGG 1 (1999)
- K-R 1997
- Czeike 1 (1992)
Abbildungen
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
24.1.2023Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Ander (eig. Anderle), Alois“ (24.1.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f6e5 (abgerufen am )
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