Der Sohn eines Zahnarztes und einer Pianistin, die ihm den ersten Klavierunterricht erteilte, kam 1920 nach Wien. Dort Klavierschüler u. a. von Julius Isserlis und M. Rosenthal, Kompositionsschüler von H. Kauder. Emigrierte nach einer Wunderkindkarriere zunächst nach Tel Aviv (Exil) und wurde Leiter der Klavierklasse am dortigen Music-College. 1937 ging er in die USA, 1938 debütierte er in New York/USA und wurde 1940 Musikdirektor der jüdischen Gemeinde in Detroit. Komponierte u. a. Werke für Violine und Cello (gespielt u. a. von Mischa Elman, E. Feuermann und Pablo Casals).
Ehrungen
- Ehrenpreis der Stadt Wien beim Internationalen Pianistenwettbewerb 1933
Werke
Orchesterwerke, auch mit Soloinstrumenten; Kammer- und Klaviermusik; Kantaten; Chöre.
Literatur
- Orpheus im Exil 1995
- F-A 1 (1936: Chages) u. 2 (1974)
- de.wikipedia.org (2/2016)
Abbildungen
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
4.7.2025Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Chajes, Julius“ (4.7.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cacf (abgerufen am )
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