Musikalische Ausbildung in Wien. Zunächst Lehrer am Salzburger Mozarteum. Tourneen durch ganz Europa. 1924–30 intensive Zusammenarbeit mit V. Příhoda, den er am Klavier begleitete und für den er auch mehrere Arrangements vornahm, die z. T. auch auf Schallplatte eingespielt wurden. C. machte sich vor allem als Klavierbegleiter einen Namen, ab spätestens 1919 trat er mit verschiedenen Sängern (u. a. Fery Loránt, H. Niese, Blanche und Helen Hodnett, Ada Sari, Maria Dery Spitzmüller, Otto Treßler, Tilly Fuchs, H. Duhan, J. Maschkan, E. Sack) und Instrumentalisten (N. Duesberg, Beatrice Reichert, Siegfried Borries) auf. 1919–43 war C. über 50-mal als Klavierbegleiter im Wiener Konzerthaus zu hören, im Dezember 1920 fungierte er dort auch als Dirigent eines Kammerorchesters, das die Tänzerin Anita Berber begleitete. Setzte sich nachhaltig für J. Marx ein und führte mehrfach dessen Rhapsodie in fis-Moll auf.
Ehrungen
- Königlich rumänischer Hofpianist
Werke
Operette Veilchenredoute nach Motiven von R. Genee (T: Hans Adler, UA Stadttheater Wien, 27.1.1942); Lieder; Schlager (Wie spricht der kleine Dackel? [T: E. Meder], Venedig träumt [T: Heinz Gröger]); Kammermusik; Bearbeitungen (u. a. v. Werken W. A. Mozarts, F. Chopins, F. Schuberts, N. Paganinis); Arrangements.
Literatur
- http://www.podium-wendel.de (10/2012)
- Musik im Kriege 1/9–10 (1943/44),199
- Neues Wiener Tagblatt, 29.10.1943, 6
- WStLA (Meldearchiv)
- eigene Recherchen (Wienbibliothek, Tagblattarchiv)
Abbildungen
Autorin
- Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
12.11.2012Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Cerné, Charles Balthasar“ (12.11.2012), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x002d458b (abgerufen am )
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