Einer Tänzerfamilie entstammend, studierte er v. a. bei seinem Vater Isidore C. Engagements als 1. Solotänzer u. a. in Wien (1827/28, 1838–45, 1850–54), am Théâtre de la Porte Saint-Martin in Paris (1835), in Mailand (1846/47, 1854/55), im gesamten italienischen Raum sowie in Kopenhagen (1854, 1861–63, 1868). C. studierte Erfolgsballette anderer Choreographen ein, betreute u. a. in Paris die UA von J. Offenbachs Le Roi Carotte (1872). Unterrichtete in Kopenhagen, wo u. a. 1878/79 Hans Beck bei ihm studierte. Als führender Danseur noble der ausgehenden Romantik war C. gesuchter Partner aller großen Ballerinen der Hoch- und Spätromantik (u. a. M. Taglioni, F. Elßler, deren Partner er in ihrer Wiener Abschiedssaison 1851 war, F. Cerrito, C. Grisi, Augusta Maywood, Carolina Rosati, Adèle Dumilâtre, Hermine Blangy und K. Lanner). Er tanzte alle maßgeblichen Partien seines Faches, der Gewohnheit der Zeit entsprechend beschränkte sich sein Abendauftritt jedoch oft auf einen Pas de deux, der sowohl in Ballette wie in Opern eingelegt wurde.
Literatur
- Raab 1994
- www.familysearch.org
Abbildungen
Autorin
- Gunhild Oberzaucher-Schüller
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2002Empfohlene Zitierweise
Gunhild Oberzaucher-Schüller, Art. „Carey, Gustave (eig. Gustavus Camillus Isidorus)“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001caa1 (abgerufen am )
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