Capella Leopoldina

1992 gegründetes Ensemble für Alte Musik

Die nach Leopold I. benannte Capella Leopoldina mit Sitz in Graz wurde 1992 von J. Zwicker gegründet und vereint Musiker:innen aus ganz Europa in seit vielen Jahren gleichbleibender Stammbesetzung, was zu einem homogenen und charakteristischen Klangprofil geführt hat. Das Ensemble musiziert in unterschiedlichen Besetzungsgrößen ausschließlich auf historischen Instrumenten oder originalgetreuen Kopien und wendet historische Spieltechniken an. Die Capella Leopoldina widmet sich v. a. dem barocken Oratorium sowie der Orchester- und Kammermusikliteratur des 17. und 18. Jahrhunderts und tritt auf bedeutenden Festivals und Konzertbühnen auf. Zu einem ihrer größten Projekte zählte der Zyklus BACH XXI, bei welchem in Kooperation mit der Grazer Dommusik unter Domkapellmeister J. M. Doeller in über 20 Jahren sämtliche rund 200 geistliche Kantaten J. S. Bachs aufgeführt wurden. Ein weiterer Höhepunkt war die vielbeachtete Erstaufführung der in den Beständen des „Alt-Bachischen Archivs“ in Kiew wieder entdeckten ersten Oper Georg Philipp Telemanns Pastorelle en musique im Rahmen der Festspiele Gmunden 2003. Die mit der Altistin Lydia Vierlinger eingespielte CD Vedo il ciel mit Werken G. F. Händels wurde 2005 für den Amadeus Classic Award in der Kategorie „Einspielung des Jahres“ nominiert. 2006 begann das cross-over-Improvisationsprojekt Fusion – Baroque meets Jazz mit der Jazzformation AMEN (K. Asatrian, Bernie Mallinger & Band), aus der eine Konzertserie wie auch eine CD hervorgingen. Eine enge Zusammenarbeit gibt es durch den Zyklus Internationale Kammerorchester im Wiener Musikverein auch mit dem von J. Prinz geleiteten Wiener Singverein.

Ehrungen

  • Klassik Amadeus Award-Nominierung 2005 für Vedo il ciel

Werke

Alben: Georg Philipp Telemann: Pastorelle en musique 2003, Vedo il ciel. Händel Arias 2004, Neuauflage 2011, Almirante [Musik von J. S. Bach, G. F. Händel, J. J. Fux u. a.] 2007, mit AMEN: Fusion. Baroque meets Jazz 2009.

Literatur

Abbildungen

Autorin

  • Eva Maria Hois

Letzte inhaltliche Änderung

10.9.2026

Empfohlene Zitierweise

Eva Maria Hois, Art. „Capella Leopoldina“ (10.9.2026), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits (abgerufen am )

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