Brandstätter war mit seiner Tanzkapelle Brandstätter in der Quintett-Besetzung (Trompete, Klarinette, Steirische Harmonika, Posaune, Tuba) Vorbild für viele weststeirische Kapellen ab 1936 (u. a. Tanzkapelle Alois Harkam, Kapelle Walter Kager, Kern-Buam, Lex'n Buam, Tanzkapelle Johann Pagger, Stainzer Buam und Weststeirer Quintett). Gespielt wurde mit wechselnden Musikanten v. a. bei traditionsgebundenen Anlässen, auf Dorffesten und Bauernhochzeiten im Bezirk Voitsberg/St; Letztere fanden traditionell am Dienstag oder Freitag statt. Die Tanzkapelle Brandstätter setzte auch die Gitarre zur Liedbegleitung bzw. beim Fehlen eines Bassisten als Bass- und Nachschlaginstrument ein, in den 1950er Jahren kamen für die modernen Schlager und internationalen Tänze Saxophon, gezupfte Bassgeige, geschlagene Gitarre, chromatisches Knopfgriff-Akkordeon und Schlagwerk zum Einsatz.
Nach Brandstätters Tod musizierten Sohn Sepp Brandstätter jun. (1942–2013) und Enkel Manfred Brandstätter (* 1964) in seinem Stile weiter, u. a. mit den Brandstätter Buam.
Literatur
- Max Rosenzopf, Weststeirisches Musikantentum, Wien 2016 (Corpus Musicae Popularis Austriacae 21), 81–93
Abbildungen
Autorin
- Eva Maria Hois
Letzte inhaltliche Änderung
10.9.2026Empfohlene Zitierweise
Eva Maria Hois, Art. „Brandstätter, Sepp (eig. Josef)“ (10.9.2026), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits (abgerufen am )
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