Kapelle Walter Kager (Kager-Buam)

Steirische Volksmusikgruppe aus dem Raum Voitsberg.

Gegründet 1950 als Tanzkapelle K. vom Trompeter Walter Kager (1933–91), der zunächst im Duo mit Heinrich Wiedner (* ca. 1933, Steirische Harmonika) begann. 1951 Erweiterung zum Trio mit dem Klarinettisten Engelbert Pichler (* 1934), 1952 Quartett mit Johann Oswald (1928–2016, Posaune), 1954 Quintett mit Walter Galsterer (1924–84, F-Tuba). Zuletzt folgte Willibald Guschnigg (Schlagzeug). 1952 erste Rundfunkaufnahmen für Radio Steiermark in Köflach/St, Schallplattenaufnahmen folgten im Studio Symphonia des Wiener Konzerthauses. Neben Auftritten als Tanzmusiker bei Bällen und Hochzeiten im weststeirischen Raum trat die K. W. K. auch bei Veranstaltungen von Radio Steiermark auf und konnte so ihren Bekanntheitsgrad steigern. Es folgten mehrere Besetzungswechsel, bei einer Radiosendung 1958 musizierte die als K.-B. bezeichnete K. W. K. mit Klarinette, Trompete, Steirischer Harmonika, Posaune und Schlagzeug. Unter dem Namen K. W. K. sind Tonbandaufzeichnungen aus den frühen 1960er und 1970er Jahren erhalten. Die Mitglieder waren hier neben W. Kager (ab 1967 vertreten durch Herbert Wassermann), Karl Christof (1946–93, Harmonika), Rudolf (Rudi) Münzer (1941–2020, Klarinette), Friedrich (Fritz) Pail (1930–92, Posaune) und Engelbert Pignitter (* 1950, Tuba). Weitere Mitglieder der K. waren Sepp Reiser (* 1933, Posaune), Hans Köppel, Hermann Koch (* 1936), Gerald Planner, Johann Guggi, M. Rosenzopf (Harmonika) sowie Johann (Hans) Steunzer (1930–2020), Pepi Lemsitzer, Ewald Putz (Tuba). 1985 trat die K. W. K. noch einmal als Sondereinlage bei einem Konzert der weststeirischen Glasfabriks- und Stadtkapelle Bärnbach auf. Kager verlieh der Gruppe mit seiner charakteristischen Spielweise eine besondere Klangfarbe, die durch die Überstimme der Klarinette und die in enger Dreistimmigkeit geführten Posaune noch verstärkt wurde. Der Klang der K. W. K. wirkte in der Folge für zahlreiche Volksmusikensembles der Gegend stilbildend. Während ihrer etwa zwanzigjährigen Auftrittszeit spielte die K. W. K. neben tradierten Musikstücken aus der Weststeiermark und Eigenkompositionen von F. Pail hauptsächlich Stücke von Gottlieb Weißbacher und den Fidelen Inntalern sowie von Gustl Retschitzegger und seinen Silberspitzlern.

Werke

Kapelle Kager. 12 Tanzmusikstücke für vierreihige Steirische Harmonika eingerichtet von Sewi Krammer und Elke Margetich, hg. v. steir. Volksliedwerk 2007; CD Karl Panzenbeck (2) und die K. W. K. Originalaufnahmen aus dem Volksmusikarchiv von Radio Steiermark, ausgewählt v. F. Steiner.

Literatur

Abbildungen

Hörbeispiele

© Privatarchiv Eveline Podrepsek
© Privatarchiv Eveline Podrepsek

Autorin

  • Monika Kornberger

Letzte inhaltliche Änderung

18.10.2021

Empfohlene Zitierweise

Monika Kornberger, Art. „Kapelle Walter Kager (Kager-Buam)“ (18.10.2021), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d385 (abgerufen am )

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