Der Sohn eines Lohnkutschers half nach dessen frühem Tod in der Wäscherei seiner Mutter. Er arbeitete aufgrund des großen Erfolges, den seine Lieder und Jodler beim Publikum auf der Straße und den verschiedenen Wiener Heurigenlokalen (Heurigenmusik) erzielten, bald hauptberuflich als Natursänger. Mit verschiedenen Quartetten (u. a. Grinzinger Quartett) trat er in Heurigenlokalen, später auch in größeren Etablissements und verschiedenen Bällen auf. Hier trug er wesentlich zur Popularisierung des Schrammel-Quartetts bei. B. sang mit diesen 1887 auch vor Kronprinz Rudolph in dessen Jagdschloss in Orth an der Donau, gewann zahlreiche Preisjodlerfeste; v. a. seine Auftritte mit der Kiesel-Marie erfreuten sich höchster Popularität. Sein Repertoire umfasste neben Wienerliedern auch Volkslieder und volkstümliche Lieder aus der Steiermark und Tirol. Darüber hinaus beherrschte er auch die Kunst des Pfeifens (Kunstpfeifer). War zuletzt Geschäftsführer der Gaststätte seiner Schwägerin Therese Scharinger in Grinzing, Cobenzlgasse 7 (Wien XIX).
Literatur
- Neues Wr. Journal 5.3.1897, 3
- Ilustrirtes Wr. Extrabl. 5.3.1897, 4
- NFP 17.2.1888, 5
- Neuigkeits Welt-Blatt 20.11.1887, 2. Bogen
- Taufbuch Pfarre St. Florian (Matzleinsdorf, Wien V) 1860–1861, fol. 3
- Sterbebuch Pfarre Grinzing (Wien XIX) 1873–1898, fol. 162
Autorin
- Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
23.3.2016Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Brandmayer, Josef Leopold (Pseud. Brandmaier-Pepi)“ (23.3.2016), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0033e63b (abgerufen am )
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