1893–96 Ausbildung an der MSch. des Kroatischen Musikinstituts bei I. Zajc, Anton Stöckl und H. Geiger, 1896–99 am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (bei R. Fuchs und J. Epstein). 1903–19 lebte B. mit kurzen Unterbrechungen in Wien, wo er seit 1911 als Berater und Arrangeur des Verlagshauses Doblinger tätig war. Nach dem Ersten Weltkrieg übersiedelte er nach Zagreb, wo er 1922–34 Prof. für Instrumentation an der MAkad. war. B. zählt zu den Vertretern der sog. Moderne, seine Orchesterwerke zeigen eine meisterhafte, differenzierte Instrumentation und ausgewogene Form. Er experimentierte mit Raumeffekten, suchte neue Lösungen im Klang und verband die Erfahrungen des Wagnerschen Musikdramas mit veristischer Melodik. In der Geschichte der kroatischen Musik (Kroatien) ist B. einer der bedeutendsten Vertreter der sog. Übergangsgeneration, die in allen Bereichen zum Aufschwung der modernen kroatischen Musik nach 1918 beitrug.
Werke
Bühnenwerke (Jelka; Der Eisenhammer 1911, Der Schuster von Delft 1912); Melo- u. Monodramen; Filmmusik (Vila od Narenta); Symphonische Dichtungen ( Hamlet 1897, Sunčana polja [Sonnige Felder] 1919, Dramatska ouvertura 1898, Idila 1902, Capriccio-Scherzo 1902); Kammermusik, Chorwerke, Lieder.
Literatur
- MGG 2 (1999)
- NGroveD 3 (2001)
- M. Kuntarić, B. B. 1959
- K. Kos in S. Tuksar (Hg.), Zagreb i glazba 1094–1994 , 1998
Abbildungen
Autorin
- Koraljka Kos
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2002Empfohlene Zitierweise
Koraljka Kos, Art. „Bersa, Blagoje“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001fc5a (abgerufen am )
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