Sohn eines Seifensiedergehilfen aus Lana. Während der Gymnasialzeit in Meran förderte M. Ortwein seine musikalische Begabung. Während seiner Zeit als Seminarist in Trient leitete er bereits im Sommer einen Kirchenchor. 1912 Priesterweihe, anschließend Kooperator in Hafling (Avelengo/I). Ab 1913 Präfekt des Joanneums in Meran, diente B. 1915–18 als Feld- bzw. Sanitätskurat an der Südfront. Nach dem Krieg zunächst Seelsorger in Dorf Tirol (Tirolo/I) und Kaltern (ab Spätsommer 1919), wo er jeweils auch in den Blasmusikkapellen wirkte. 1921 wurde B. in der Nachfolge von F. X. Gruber Pfarrchordirektor in Meran, ein Amt, das er bis zuletzt innehatte. 1922/23 absolvierte er die Kirchen-MSch. Regensburg/D. In Meran pflegte er Komponisten aus mehreren Jahrhunderten und baute einen umfangreichen Kinderchor auf. Tätigkeiten als Orgel- und Glockengutachter sowie als Religions- und Musiklehrer (an der Lehrerbildungsanstalt).
Ehrungen
- Geistliches Verdienstkreuz 2. Klasse am weißroten Bande 1916
- Ritterkreuz des Franz Joseph-Ordens mit der Kriegsdekoration 1917
Werke
kleinere Kirchenmusik.
Schriften
- Von der Musikalität im Burggrafenamt in Meraner Jb. 7 (1948)
- Johann Grissemann. Ein verdienter Kpm. unserer Heimat in Die Volksmusik 3 (1951)
Literatur
- E. Knapp, Kirchenmusik Südtirols 1993
- J. Libbert in F. Fleckenstein (Hg.), [Fs.] Gloria Deo Pax Hominibus 1974
- Allgemeiner Tiroler Anzeiger 29.5.1912, 9, 16.8.1913, 9, 22.8.1915, 1, 26.1.1917, 3, 21.8.1919, 4
- Salzburger Kirchenbl. 14.8.1912, 493, 25.2.1915, 94, 24.11.1921, 378
- Fremden-Bl. 1.3.1916, 13
- Innsbrucker Nachrichten 3.4.1953, 6
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
28.1.2025Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Baurschafter (Bauerschafter), Alois Julius (Pseud. Alber)“ (28.1.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits (abgerufen am )
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