Erhielt mit neun Jahren ersten Klavier- und Violinunterricht und besuchte ab 1919 das Konvikt der christlichen Schulbrüder in Strebersdorf (Wien XXI), wo er weiteren musikalischen Unterricht genoss und auch eine Ausbildung zum Lehrer absolvierte. 1927–30 studierte er Kirchenmusik (u. a. bei J. Lechthaler ) und 1930–32 Komposition (bei J. Marx und M. Springer) an der Wiener MAkad. Ab 1930 unterrichtete B. an der Lehrerbildungsanstalt Wien-Strebersdorf und an verschiedenen höheren Schulen in Wien, war zudem Organist und Chorleiter an mehreren Kirchen (Rossau [Wien IX], Neulerchenfeld [Wien XVI], Familienkirche [Wien XVI] ab 1945), eine Zeit lang auch Chormeister-Stellvertreter im Schubertbund und beim Sängerbund Dreizehnlinden. Im Mittelpunkt seines der spätromantischen Richtung verbundenen kompositorischen Schaffens stehen Chorwerke, die als Gebrauchsmusik im besten Sinne zu werten sind.
Ehrungen
- 1. Preis des Volksliturgischen Apostolates Klosterneuburg f. eine Volkssingmesse 1937
- Prof.-Titel 1959
- Förderungspreis des Landes Niederösterreich 1962
- Preis des ORF für eine dt. Messe 1966
- Oberstudienrat 1969
- Kulturpreis des Landes Niederösterreich 1973
Werke
Messen; Symphonische Variationen f. Orch.; Motetten; Singspiele; Chorzyklen; Volksliedsätze; Lieder; Kammermusik (Gitarrenquartett); Klavier- und Orgelmusik.
Literatur
- Erhart 1998
- Weissenbäck 1937
- Riemann 1972
- F. J. Ewens, Lex. des dt. Chorwesens 1954
- Chorbll. 3/5 (1948), 19f
- SK 2/1 (1954/55), 30, 7/4 (1959/60), 193, 10/1 (1962/63), 11, 16/1 (1968/69), 22f, 16/4 (1968/69), 176, 21/1 (1973/74), 20f, 25/4 (1977/78), 164ff, 30/3 (1983), 121, 32/2 (1985), 72, 52/2 (2005), 97
- ÖMZ 9/9 (1954), 281, 10/1 (1955), 35, 15/5 (1960), 266, 23/9 (1968), 512f, 25/2 (1970), 122f, 28/11 (1973), 520, 33/10 (1978), 549
- Radio Wien 30.7.1937, [2]
- MGÖ 3 (1995)
- Goertz 1979
- MGG 15 (1973)
Abbildungen
Autoren
- Uwe Harten
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
19.5.2015Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Uwe Harten, Art. „Bauernfeind, Johann (Hans)“ (19.5.2015), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f7fb (abgerufen am )
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