Studierte ab 1771 an der Univ. Prag Philosophie, Mathematik und Jus, Promotion 1779. Ab 1775 unterrichtete er Arithmetik, Geometrie, Mechanik und Baukunst an der Normal-Hauptschule in Prag, 1779 wurde er a. o. Prof. der Mathematik an der Prager Univ. 1782 ging B. nach Olmütz, wo er am Lyzeum als Mathematikprof. bzw. als Direktor der philosphischen Studien wirkte. B. konstruierte um 1787 unabhängig von C. L. Röllig eine Tastenharmonika (Harmonika-Instrumente), d. h. eine mittels Tastatur betriebene Glasharmonika, deren verbesserte Version er 1795 zunächst in Olmütz, später in Kremsier vorstellte. Großen Erfolg erzielte er mit seiner Präsentation Ende März 1797 in Wien, K. Franz II. kaufte das Instrument, bestellte noch zwei weitere und setzte B. eine lebenslängliche Pension von 200 fl. aus.
Schriften
- Nachricht von der Harmonika 1796
- Abhandlung von der Tastenharmonika 1798 (s. Abb.; online)
- Ueber den Mechanismus zur Tastenharmonika 1799
- zahlreiche Schriften zur Mathematik und verwandten Fächern
Literatur
- A. Schindler in H. Unverricht (Hg.), Beiträge zur Musikgeschichte Ostmittel-, Ost- und Südeuropas 1999
- DBEM 2003
- Wurzbach 2 (1856)
- Oesterreichische National-Encyklopädie 1 (1835) (online)
Abbildungen
Autorin
- Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2002Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Bartl, Franz Conrad (Konrad)“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x001371e9 (abgerufen am )
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