Leo: * 17.8.1880 Wien, † 25.2.1942 New York/USA. Jurist und Komponist. Studium an der Wiener Univ. (Dr. jur. 1904), 1898–1904 Klavier bei H. Reinhold und L. Thern sowie Komposition bei R. Fuchs am Wiener Konservatorium, privat bei F. Schmidt. 1905 UA seiner ersten Operette (Vergeltsgott) in Wien. Viele seiner heimatbetonten Werke, z. T. von den damals tonangebenden Librettisten V. Léon, J. Brammer und A. Grünwald, wurden vor und nach dem Ersten Weltkrieg oft gespielt. Den sog. „Schlager“ lehnte A. ab. 1939 emigrierte er in die USA, wo er als Rechtsanwalt (spezialisiert auf Urheberrecht) arbeitete. A. war verheiratet mit Luise Frankl (* 26.6.1872 Neuern, Böhmen, † 5.4.1952 New York). Seine Manuskripte liegen im Leo Ascher Centre of Operetta Music an der Millersville University, Pennsylvania/USA.
Gedenkstätten
- Aschergasse (Wien XIII)
Werke
32 Singspiele und Operetten (u. a. Frühling im Wienerwald; Vindobona, du herrliche Stadt; Hoheit tanzt Walzer 1912 [Neufassung: Hochzeitswalzer 1937]); Lieder, Kabarett-Chansons; Filmmusik (Purpur und Waschblau 1931; Mein Leopold 1931).
Literatur
- NGroveD 1 (2001)
- Czeike 1 (1992)
- MaÖ 1997
- Lang 1986
- MGÖ 3 (1995)
- [Kat.] Vertreibung des Geistigen aus Öst. 1985
Seine Tochter
Franzi A.-Nash: * 28.11.1910 Wien, † 1.9.1991 Lancaster, Pennsylvania/USA. Musikschriftstellerin, Musikkritikerin.
Literatur
Abbildungen
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
6.5.2020Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Ascher, Familie“ (6.5.2020), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f75b (abgerufen am )
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