Seit etwa 1506 in habsburgischen Diensten, bis ca. 1519 zunächst in der burgundischen Hofmusikkapelle Karls V., in den folgenden Jahren am Wiener Hof Erzhzg. Ferdinands (später Ferdinand I.), Priesterweihe in der Diözese Thérouanne (Pas-de-Calais). 1527 bis Ende 1545 war A. als Nachfolger H. Fincks Hofkapellmeister in Wien, baute die HMK weiter aus (Vize-Kapellmeister St. Mahu, P. Maessins) und erhielt mehrere Pfründe, u. a. in Laibach, Agram und Linz, wo er seit 1548 lebte. A. gilt als einer der bedeutendsten Komponisten der Generation um L. Senfl. Besonders seine im Stil des sog. Gesellschaftsliedes komponierten deutschen Lieder fanden weite Verbreitung (Sammlungen von Ott, Rhau, Forster, Schöffer-Apiarius, Formschneider). Viele Werke A.s waren für die liturgische Praxis sowohl der katholischen als auch der protestantischen Kirche geeignet.
Ehrungen
- Gedenkmünze mit A.s Bild 1536
Werke
Motetten (DTÖ 99/1961), Chöre, Lieder (DTÖ 72/1930) etc.
Literatur
- O. Wessely, A. v. Br. , Hab.schr. Wien 1958
- O. Wessely in E. Th. Hilscher (Hg.), [Fs.] Th. Antonicek 1998
- MGG 1 (1999)
- NGroveD 1 (2001, Bruck)
- MGÖ 1 (1995)
Hörbeispiele
Links
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2002Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Arnold von Bruck (de Bruckh, de Pruckh, de Prug; Arnoldus Brugensis)“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f74d (abgerufen am )
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