Ca. 1568–75 Sängerknabe der Hofmusikkapelle von Erzhzg. Ferdinand II. von Tirol in Innsbruck. Kontakte zu den dortigen Franziskanern führten zu Studien in Brixen (niedere Weihen 1577). Bis 1580 hielt sich A. vermutlich als Musiker bei den Franziskanern in Innsbruck, 1580–82 im Zisterzienserstift Zwettl auf, dann bis 1585 in Diensten des Senators Piedro Antonio Diedo in Venedig. 1585–87 war A. Kantor im Zisterzienserstift Heiligenkreuz und lebte vermutlich seit 1587 als Franziskanermönch und Priester (1590) in Wien. A. komponierte vorwiegend Kirchenmusik und übernahm als einer der ersten nördlich der Alpen Elemente des venezianischen Musikstils (Doppelchortechnik, flächiger Chorklang, harmonische Farbkontraste).
Werke
Messen, Motetten (s. Tbsp.); Kirchenwerke in DTÖ 73 (1931).
Literatur
- NGroveD 1 (2001, Ammon)
- MGG 1 (1999)
- MGÖ 1 (1995)
- W. Senn in Veröff. des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum 56 (1976)
Hörbeispiele
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2002Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Amon (Ammon), Blasius OFM“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f6d5 (abgerufen am )
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