Abendroth, Irene

* 14.7.1872 Lemberg/Galizien (L’viv/UA), † 1.9.1932 Weidling bei Wien/NÖ

Sängerin (Sopran)

Ab April 1881 trat sie mehrfach in Lemberg an die Öffentlichkeit und präsentierte sich in offenbar beeindruckender Manier als Sängerin von Opernarien (Wunderkind). Ihre erste Ausbildung erhielt sie in der MSch. ihrer Heimatstadt, später mittels Stipendium drei Jahre in Wien an der Gesangschule Wlczek. 1889 Debüt an der Wiener Hofoper, wo sie bis 31.7.1890 blieb, danach in Riga und München (in Wagner-Rollen) engagiert. 1894–99 erneut an der Wiener Hofoper (u. a. UA Das Heimchen am Herd von K. Goldmark), von wo sie nach einem Zerwürfnis mit G. Mahler nach Dresden/D abging. 1909 Abschied von der Bühne, ab 1910 in Wien als Pädagogin tätig. Als eine der erfolgreichsten Koloratursängerinnen ihrer Zeit, verband A. Virtuosität und dramatische Aussagekraft in ihrem umfangreichen Repertoire von über 70 großen Partien und fand als erste deutsche Tosca (Dresden 1902) die Anerkennung G. Puccinis.

Ehrungen

  • Goldenes Verdienstkreuz mit der Krone
  • königlich-sächsische Kammersängerin 1905

Literatur

  • Eisenberg 1893, 1903
  • T. Thaller v. Draga, I. A. 1904
  • K-R 1997
  • Czeike 1 (1992)
  • ÖBL 1 (1957)
  • Kesting 1986
  • Dt. Kunst- & Musik-Ztg. 19.6.1888, [1]
  • NFP 20.4.1881, 6
  • OeStA, HHStA HA Oper SR 57-4

Abbildungen

Autorinnen

  • Andrea Harrandt
  • Monika Kornberger

Letzte inhaltliche Änderung

16.6.2023

Empfohlene Zitierweise

Andrea Harrandt, Monika Kornberger, Art. „Abendroth, Irene“ (16.6.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f635 (abgerufen am )

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