Zweig, Stefan

* 28.11.1881 Wien, † 22.2.1942 Petrópolis/BR (Freitod)

Schriftsteller

Germanistik-Studium in Wien und Berlin (Dr. 1904). Internationale Erfolge mit Novellen und biographischen Romanen. 1934 Übersiedelung nach London (Exil), 1941 nach Brasilien, wo er später Selbstmord beging. Für R. Strauss verfasste Z. 1932 das Libretto der Oper Die schweigsame Frau (nach Ben Jonson), deren UA 1935 in Dresden/D aufgrund Z.s jüdischer Abstammung und R. Strauss’ Beharren auf Nennung des Autors einen der größten Skandale während des Nationalsozialismus provozierte. Z. verwies Strauss daraufhin auf J. Gregor als Librettisten, gab jedoch wesentliche Impulse für alle nachfolgenden Strauss-Opern. Seine bedeutsame Autographensammlung umfasste u. a. Handschriften von W. A. Mozart, Fr. Schubert, L. v. Beethoven, R. Strauss, Rich. Wagner und H. v. Hofmannsthal.

Gedenkstätten

  • Stefan-Zweig-Platz (Wien XVII), Gedenktafel Wasagasse 10 (Wien IX)

Werke

Dramen (Jeremias 1917), Libretto Die schweigsame Frau 1932–34, Novellen (Brennendes Geheimnis 1913, Die Augen des ewigen Bruders 1922 [vertont von István Szelény 1935], Angst 1925, Verwirrung der Gefühle 1927, Schachnovelle 1941), Romanbiographien (Joseph Fouché 1929, Sternstunden der Menschheit 1927), Erinnerungen (Die Welt von gestern 1944), Zeitungsartikel, Gedichte.

Literatur

Autor

  • Stefan Schmidl

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2006

Empfohlene Zitierweise

Stefan Schmidl, Art. „Zweig, Stefan“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e7ce (abgerufen am )

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