Erlernte Gitarre, studierte Komposition (bei E. Urbanner und F. Cerha), Schlagzeug (bei Richard Hochrainer) und Klavier an der Wiener MHsch. sowie Musikwissenschaft und Mathematik bzw. Ästhetik an der Univ. Wienund der Humboldt-Univ. (Ost-)Berlin (Dr. 1978). 1969–72 war er Mitglied der von ihm gegründeten Improvisationsgruppe Spiegelkabinett. 1972/73 arbeitete er am Experimentalstudio des polnischen Rundfunks in Warschau. 1985 lehrte er an der Univ. São Paulo/BR und in Rio de Janeiro/BR, ab 1987 elektroakustische Musik an der Wiener MHsch. Er war Geschäftsführer (1976–83), Vizepräsident (1983–88) und Präsident (1988–91) der Sektion Österreich der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik. Aus seiner Beschäftigung mit afroamerikanischer Musik entwickelte Z. „Formen integraler Rhythmuskomposition“, wobei die gesellschaftspolitisch motivierte Kommunikation mit dem Hörer ein wesentliches Anliegen war.
Gedenkstätten
- Ehrengrab Wr. Zentralfriedhof
Ehrungen
- Karl-Sczuka-Preis des Südwestfunks 1973
- Staatsstipendien f. Komposition der Republik Österreich 1976, 1983 u. 1987
- Förderungspreis der Stadt Wien 1984 (gem. m. R. Dünser)
- Förderungspreis des Bundesministeriums f. Unterricht u. Kunst 1989
Werke
Lehrstück Ändere die Welt, sie braucht es f. Tonband 1973; Musikalisches Theater Böhmen liegt am Meer 1976/77; Oper Der Weltuntergang f. Solisten, Chor u. Kammerorch. [T: Peter Daniel Wolfkind nach J. Soyfer] 1983/84; Bühnenmusiken; Nach Dachau f. großes Orch. 1988/89; Lieder, Songs u. Chansons.
Schriften
- Hanns Eislers Verhältnis zur Tradition. Aspekte der Ausarbeitung einer marxistischen Erbetheorie in der Musik – dargestellt bis 1933,Diss. Berlin 1978
- Aufsätze u. a. in ÖMZ.
Literatur
- MaÖ 1997
- NGroveD 27 (2001)
- KdG 1. Nachlfg. (Februar 1993)
- Goertz 1994
- MGÖ 3 (1995)
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Zobl, Wilhelm“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e7be (abgerufen am )
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

