Zador (Zádor, eig. Zucker), Eugen (Eugene, Jenő)

* 5.11.1894 Badeseck/Ungarn (Bátaszék/H), † 4.4.1977 Hollywood, Los Angeles, CA/USA

Komponist

Studierte 1911/12 Musiktheorie an der Wiener MAkad. (bei R. Heuberger) und 1913/14 Komposition am Konservatorium in Leipzig/D (bei Max Reger). 1915–20 war er als Musikkritiker in Fünfkirchen (Pécs/H) tätig. Nach der Promotion in Musikwissenschaft an der Univ. Münster/D unterrichtete er 1922–38 am Neuen Wiener Konservatorium (Musiklehranstalten Wien), 1934 wurde er Prof. an der MAkad. Budapest. 1939 musste Z. in die USA emigrieren (Exil), wo er in Hollywood über 120 Partituren Filmmusik orchestrierte. Daneben gab er Privatunterricht.

Ehrungen

  • Staatspreis f. Komposition eines Klavierquintetts 1933

Werke

Opern (X-mal Rembrandt 1930; Christoph Columbus 1939), Ballett; Werke f. Orch. (Variations on a Hungarian Folksong 1928; Sinfonia technica 1931; Hungarian Caprice 1935); Chormusik (Cantata Technica 1961), Lieder.

Schriften

Literatur

  • NGroveD 27 (2001)
  • MGG 14 (1968)
  • Biogr. Hb. der dtspr. Emigration 1983
  • Riemann 1961 u. 1975
  • Kürschner 1954
  • Baker 1984
  • Orpheus im Exil 1995
  • MGÖ 3 (1995)

Abbildungen

Autor

  • Alexander Rausch

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2006

Empfohlene Zitierweise

Alexander Rausch, Art. „Zador (Zádor, eig. Zucker), Eugen (Eugene, Jenő)“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e765 (abgerufen am )

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