Vorwiegend als Diplomat tätig (1658–62 Botschafter der Toskana in Venedig), wirkte X. zeitweilig unter dem erst vor kurzem entschlüsselten Pseudonym Teofilo auch als Dichter und Theaterleiter am Kaiserhof. 1661 verfasste er zum Geburtstag von K.inwitwe Eleonora (II.) das von Giacomo Tiberti vertonte Dramma per musica La Forza della Fortuna e della Virtù o vero Gl’Amori d’Irena. Zu demselben Anlass schrieb er 1668 Il Ciro vendicatore di se stesso (M: A. Draghi) sowie für den Fasching 1669 Chi più sa manco l’intende, Overo Gli Amori di Clodio, e Pompea (M: Draghi und Leopold I.). X. ist damit ein typischer Vertreter der adeligen Dilettanten unter den italienischen Librettisten.
Literatur
- Z. Kalista, Korespondence císare Leopoldo I. 1936, 75f
- F. Hammond in AnMl 15 (1975), 213
- Seifert 1985, 219, 448 u. 465f
Autor
- Alfred Noe
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Alfred Noe, Art. „Ximenes Arragona, Francesco (Pseud. Teofilo), Cavaliere“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e75a (abgerufen am )
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