Schulbesuch am Lateingymnasium in der St. Michaelistraße in Ödenburg, war Mitglied in Chor und Orchester der evangelischen Kirche. 1663 setzte er seine Gymnasialstudien in Breslau (Wrocław/PL) fort, danach studierte er drei Jahre lang an der Univ. Wittenberg/D. Spätestens 1667 Rektor der Schule und Kantor in Rust, 1674 floh er aufgrund von Religionsverfolgung nach Regensburg/D, wo er bis 1685 als Musiklehrer tätig war. Danach Musikdirektor am Gymnasium in Ödenburg sowie bis 1720 Organist und Kapellmeister. Ab 1704 unterrichtete W. auch an Volksschulen sowie bis 1721 als privater Musikpädagoge, unter seinen 50 Schülern waren auch zwei Söhne des – katholischen – Fürsten P. Esterházy. Für seinen Schüler Johann Jacob Starck verfasste er 1689 ein Virginalbuch, das 56 Stücke enthält. W. etablierte sich aufgrund seiner verschiedenen Tätigkeiten als gefragter Musiker und Pädagoge Ödenburgs, von seinen kompositorischen, v. a. kirchenmusikalischen Werken sind nur wenige erhalten.
Werke
Tänze für Cembalo; Miserere 1696; Psalmen; J. Starck-Virginalbuch 1689.
Schriften
Literatur
- I. Ferenczi in K. Aringer et al. (Hg.), Kulturelle Identität durch Musik? 2009
- J. L. Mayer in Reformation und Gegenreformation im Pannonischen Raum 1999, 211
- I. Ferenczi in Studia Musicologica 46 (2005)
- http://de.wikipedia.org (10/2013)
- http://church.lutheran.hu/reformatio/ppanteon/pp_ev_wohlmuth_janos.htm (10/2013)
- eigene Recherchen
Autorin
- Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
30.10.2013Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Wohlmuth, Johannes (János)“ (30.10.2013), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0013722c (abgerufen am )
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

