Seine Eltern waren Joann Georg Wirdt, Beamter, und Elisbeth Prenner. 1757 trat er in die 1. Klasse (Parvista) des Jesuitengymnasiums in Judenburg ein, welches er nach der 3. Klasse (Grammatica) mit einem Lernerfolg „supra mediocritatem“ verließ. 1767 ist er erstmals in Graz anlässlich seiner Priesterweihe in der bischöflichen Hofkapelle nachweisbar. Ferner war er Zögling des Ferdinandeums, von dem er auch einen Tischtitel (Stipendium) besaß (was wiederum besagt, dass er von diesem mangels einer Anstellung unterstützt wurde). 1769 wird er im Ausgabenbuch des Ferdinandeums als Regens chori erwähnt, womit er der bislang (2006) einzige namentlich bekannte Regens chori dieser Institution ist. 1769/70 ist er 2. Cooperator in Eibiswald/St, 1773 Cooperator in Strassgang/St, 1775–78 ebenda taufender Geistlicher. Fundorte seiner Werke sind bisher aus der Steiermark (Abschriften um 1790) und aus dem Jesuitengymnasium in Győr, derzeit in H-PH (7 Oratorien, Abschriften 1772) bekannt.
Werke
7 Oratorien, Missa ex C, Requiem Ex Dis, Offertorium in B, 2 Regina coeli, 3 Tantum ergo, Aria in B (vorläufiger Stand; Fundorte derzeit A-EW, J, R, SG, STR, H-PH).
Johannes Nepomucensis (Antonius): get. 25.1.1749 Eibiswald, † 4.7.1782 Eibiswald. Ebenfalls Schüler des Ferdinandeums und im Besitz eines Tischtitels. 1772 wurde er zum Priester geweiht, 1773/74 wird er in Eibiswald als 3. Cooperator, 1774 als Katechet mit dem Vermerk „de choritate“ und bei seinem Tod als Kaplan geführt.
Literatur
- R. Flotzinger in Bll. f. Heimatkunde 59 (1985)
- I. Schubert in StMw 42 (1993)
- B. Kornél, Györ zenéje a 17–18. században 1980
- [Kat.] Musik i. d. St. 1980
Autorin
- Ingrid Schubert
Letzte inhaltliche Änderung
4.7.2013Empfohlene Zitierweise
Ingrid Schubert, Art. „Wirth (Würth), Brüder“ (4.7.2013), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x002e83c7 (abgerufen am )
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