Winterburger, Johannes

* zw. 1460/65 Winterburg/D, † Herbst 1519 Wien

Buchdrucker

Zunächst vermutlich in Mainz/D und Ofen (Budapest) tätig, kam er spätestens 1492 nach Wien, wo er in der Krugerstraße (Wien I) eine Offizin eröffnete. Nach dem Tod K. Friedrichs III. (1493) nannte er in seinen Druckwerken seinen Namen. Ab 1500 verwendete er auch Holzschnitte. Er druckte über 100 liturgische und wissenschaftliche Werke, u. a. 1511 das Graduale und 1519 das Antiphonale Pataviense (Passau) mit deutscher Choralnotation auf roten Linien. W. gilt als erster namentlich bekannter Buchdrucker Wiens.

Gedenkstätten

  • Winterburgergasse (Wien XVI)

Werke

liturgische Drucke mit Notation: Graduale Pataviense, Faks. hg. v. Ch. Väterlein 1982 (EdM 87); Antiphonale Pataviense,Faks. hg. v. K. Schlager 1985 (EdM 88); Missalien (Missale Saltzeburgense 1510); Vigilie cum vesperis et exequijs mortuorum 1513; S. de Quercu, Opusculum musices 1509; Georg Peuerbach, Tabulae eclypsium 1514; Oratio Wiennae habita in funere imperatoris 1493.

Literatur

Autor

  • Alexander Rausch

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2006

Empfohlene Zitierweise

Alexander Rausch, Art. „Winterburger, Johannes“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e712 (abgerufen am )

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