Wiet (verh. Edle von Rosthorn), Helene

* 12.3.1871 Wien, † 1939 (Ort?)

Sängerin (Sopran)

Tochter eines Angestellten. 1887–92 Gesangsausbildung bei M. Dustmann am Konservatorium der GdM, 1887–89 zusätzlich Klavier bei L. Landskron. 1892 Debüt am Stadttheater von Troppau, 1893/94 Engagement in Pressburg. 1894 ging sie an das Brünner Stadttheater, 1895 wechselte sie an das Deutsche Landestheater in Prag, wo sie sich bald großer Beliebtheit erfreute. Am 17.12.1896 sang sie als Gast die Marzelline in L. v. Beethovens Oper Fidelio an der Wiener Staatsoper. Nach ihrer Heirat am 17.7.1899 mit dem damaligen Professor für Geburtshilfe der Univ. Graz, Alfons von Rosthorn (1857–1909, Neffe 2. Grades des Ehemanns von N. Stollewerk), zog sie sich von der Bühne zurück und übersiedelte nach Graz, wo sie als Konzertsängerin auftrat (u. a. Richard Wagner-Verein). Ihr Mann pflegte dort Kontakte zu W. Kienzl. 1902 übersiedelte sie mit ihrem Mann nach Heidelberg/D. Vermutlich hier bildete W. ihre Nichte Th. Gfaller zur Sängerin aus. Im Sommersemester 1908 folgte die Übersiedlung in ihre Geburtsstadt, bedingt durch einen Ruf ihres Mannes an die Univ. Wien. Hier pflegte er intensive Kontakte zu künstlerischen Kreisen. Rosthorn besaß ein Haus in der Nähe von Viktring und war ärztlicher Berater G. Mahlers.

Literatur

Abbildungen

Autorin

  • Monika Kornberger

Letzte inhaltliche Änderung

27.7.2015

Empfohlene Zitierweise

Monika Kornberger, Art. „Wiet (verh. Edle von Rosthorn), Helene“ (27.7.2015), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00323ef4 (abgerufen am )

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