Sohn des Schuldirektors, Chorleiters, Organisten und Gründers des Schrunser Heimatmuseums Johann W. (* 31.8.1874 Gurtis/V, † 21.1.1952 Schruns [Ehrenbürger]). 1929–33 Gesangstudien in Innsbruck und Feldkirch sowie Lehrerausbildung. Auftritte in Opern und Operetten, Messen und Liederabenden. Volks- und Hauptschullehrer, zuletzt Direktor an der Hauptschule in Bludenz (1975 Ruhestand); gründete 1952 das Vokalquartett B. W.; Rundfunkaufnahmen und Teilnahmen bei Chorwettbewerben. Seine Kompositionen, die typisches heimisches Liedgut verarbeiten, stellen besonders wegen ihrer Agogik hohe Anforderungen an die Chöre; großer Beliebtheit erfreut sich W.s Liedschaffen, insbesondere Lieder nach eigenen Texten im alemannischen Dialekt. – Weitschichtig verwandt ist Gebhard W.
Ehrungen
- Prof.-Titel 1983
Werke
Kirchenmusik (Tantum ergo; 6-stimmiges Salve Regina; Chöre); Kantate f. Männerchor u. 4 Pos.; Lieder (z. T. in Montafoner Mundart); Kinderlieder (u. a. f. das Vorarlberger Liederbuch 1982); Singen u. Sagen. Lieder v. B. W., 3 Bde. 1982–85.
Schriften
- Mi hemligs Plätzli 1978 (Prosawerke u. Gedichte)
- Das Ornament in der Montafoner Volkskunst 1983 (mit Zeichnungen von W.)
- Geschautes und Erlebteso. J. (Gedichtband mit Bildern u. Zeichnungen v. W)
- Aufsätze zu pädagogischen Themen
Literatur
- W. Heinzle/H. Wiederin in Maultrommel. Mitt.bl. des Vorarlberger Volksliedwerkes 55 (August 2000), 16
- W. Heinzle in Vorarlberger Volkskalender 1997
- www.frastanz.at/content.asp?strContId=35 (7/2006)
- Dokumentation im Vorarlberger Landesarchiv, Musikslg
Autor:innen
- Annemarie Bösch-Niederer
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
28.6.2016Empfohlene Zitierweise
Annemarie Bösch-Niederer, Uwe Harten, Art. „Wiederin, Bruno“ (28.6.2016), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00130204 (abgerufen am )
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