Widmann, Erasmus

* 15.9.1572 Schwäbisch Hall/D, † 31.10.1634 Rothenburg ob der Tauber/D

Pädagoge, Organist, Komponist

Erhielt seine erste musikalische Ausbildung an der Lateinschule von Schwäbisch Hall, 1589/90 studierte er an der Univ. Tübingen/D (1590 „baccalarius“). 1591–94 betrieb er möglicherweise musikalische Studien, 1595/96 war er Organist in Eisenerz/St und 1596–98 (mit einer Unterbrechung 1597) Organist an der evangelischen Grazer Stiftskirche. Obwohl aus privaten entlassen, kehrte W. vermutlich v. a. aus religiösen Gründen im Zuge der Gegenreformation in seine Heimat zurück, wo er 1599–1602 als Präzeptor und Kantor wirkte. 1602–13 war er Präzeptor und Organist am Hof von Wolfgang Graf Hohenlohe bzw. Georg Friedrich Graf Hohenlohe in Weikersheim/D, 1613 wurde er Präzeptor und Kantor an der Lateinschule zu Rothenburg. Ab 1614 auch Organist an der dortigen St. Jakobskirche, ab 1618 vom Schuldienst befreit. Sein Sohn Georg Friedrich (1603–nach 1653) folgte ihm bei seinem Tod als Organist nach, sein Bruder Georg Rudolph (1571– nach 1631) war u. a. Kantor in Neuenstein, Baden-Württemberg/D.

Werke

Psalmen, Motetten, mehrstimmige geistliche u. weltliche Lieder, Instrumentalmusik (Intraden, Kanzonen, Tänze).

Literatur

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2006

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Widmann, Erasmus“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e6b4 (abgerufen am )

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