Sohn eines Bäckermeisters, legte die Bürgerschulprüfung bei St. Anna in Wien ab und war nach erstem Musikunterricht durch den Schullehrer seines Heimatortes a. o. Hörer am Konservatorium der GdM, wo er Kontrapunkt studierte. 1859 übernahm er das Bäckergeschäft seines Vaters, 1862 gehörte er zu den Gründern des MGV.s Himberg, dessen langjähriger Chormeister (1889–95 [z. T. neben F. Skalla sen.] und ab 1898) bzw. Chormeisterstellvertreter (1868 und 1881/82) er war. W. wirkte weiters 1908–19 als Gau-Chormeister des Leitha-Sängergaus (Sängerbund) und auch als Regens chori an St. Georg in Himberg. 1867–1900 gehörte er dem Gemeindeausschuss an und bekleidete das Amt des Marktkämmerers.
Gedenkstätten
- Westermayergasse (Himberg)
Ehrungen
- Ehrenchormeister des MGV.s Himberg 1903
- Ehrenmitglied des Leitha-Sängergaus 1911
- Ehrenbürger von Himberg 1924
- Ehrenbrief des Dt. Sängerbundes 1927
- Haydnmedaille des Leitha-Sängergaus 1930
Werke
Männer- u. gemischte Chöre, Lieder, Konzertstücke, Kirchenmusik.
Literatur
- Fs. zur Feier des 50jährigen Bestandes des MGV.es Himberg am 29. Juni 1912, hg. v. der Vereinsleitung 1912
- Ch. Fastl, „Waldigen Hang, grünendes Tal durchtön’ dt. Sang mit mächtigem Schall!“ , Diss. Wien 2003, 325
- L. Rupp, Himberg. Ein Heimatbuch 1928, 127
- J. Past, Chronik der Marktgemeinde Himberg 1994, 39 u. 205
- Der Bezirksbote für den politischen Bezirk Bruck an der Leitha 19.6.1910
- eigene Recherchen
Abbildungen
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
12.10.2006Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Westermayer, Ludwig“ (12.10.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x001301f7 (abgerufen am )
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