Sohn des Handelsgesellschafters Heinrich W. und dessen Frau Juliana, geb. Kremser, einer Tochter von E. Kremser, der auch sein Taufpate war. Erhielt zunächst privaten Musikunterricht. W. studierte dann an der Wiener MAkad. 1921–23 Orgel (bei F. Schütz) und Klavier (bei Schütz und F. Wührer) sowie 1921–24 Musiktheorie (bei F. Schmidt). Danach schlug er eine Laufbahn als Theaterkapellmeister bzw. -musiker ein, u. a. in Reichenberg, Troppau, Braunschweig/D, Bielefeld/D, Stuttgart/D, Breslau (Wrocław/PL) und Linz (1933/34). 1929 waren seine Werke bereits auf Radio Linz und Radio Wien zu hören. 1937 wird W. noch immer als Kapellmeister bezeichnet und 1944 als Kapellmeister bzw. Konzertmeister (Auftritte in Baden und Berndorf/NÖ). 1945 war er Chordirektor an der Pfarrkirche Gumpendorf (Wien VI). Nach dem Zweiten Weltkrieg trat W. weiterhin als Klavierbegleiter auf (u. a. im Kammermusiksaal der GdM), war ca. 1947 Korrepetitor am Konservatorium der Stadt Wien (Klasse von A. Jerger), wo er zumindest 1949–53 an der Operettenschule unterrichtete. Er nannte sich auch W.-Kremser, Kremser-W. oder nur Kremser.
Ehrungen
- Theodor-Körner-Preis 1959 (f. eine Lustspieloper nach F. Grillparzer)
Werke
3 Messen (Missa Corpus Domini in Es-Dur [auch: Friedensmesse] 1938/39, UA 20.5.1945 Pfarrkirche Gumpendorf), Orchesterwerke, Sonaten f. V. u. Kl., Klaviermusik (auch mit Orch.), Musik f. Schrammelmusik, Lieder (auch mit Orchesterbegleitung), Melodramen. – Teilnachlass: WStLB.
Literatur
- O. Rathkolb/K.-D. Mulley (Hg.), Theodor-Körner-Fonds. Preisträger/innen 1954–2013, 2013
- Kürschner 1954
- Linzer Volksbl. 6.7.1929, 6, 19.10.1933, Rundfunk-Beilage, 2, 23.10.1933, 7
- Freiheit! 10.7.1929, 5
- Radio Wien 27.1.1933, 38
- Alpenländische Morgen Ztg. 3.1.1934, 4
- Kleine Volks-Ztg. 10.2.1937, 5
- Badener Ztg. 9.8.1944, 2, 12.8.1944, 6, 16.8.1944, 2
- Neues Österreich 19.5.1945, 4, 23.5.1945, 4, 9.6.1948, 4, 6.10.1949, 4, 6.2.1953, 5
- Wr. Kurier 26.10.1945, 2, 6.11.1945, 7, 20.4.1947, 12
- Funk und Film 1.8.1947, o. S.
- Der neue Mahnruf März 1961, 6
- Taufbuch 1902 der Pfarre St. Johann Nepomuk (Wien II), fol. 159
- https://data.onb.ac.at/nlv_lex/perslex/W/Wertheim_Eduard.htm (4/2020)
- https://konzerthaus.at/datenbanksuche (4/2020)
- eigene Recherchen (WStLB, Tagblattarchiv; Bibliothekskataloge)
- Mitt. Archiv MUniv. Wien
Abbildungen
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
11.5.2022Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Wertheim(-Kremser), Eduard Heinrich Karl Georg“ (11.5.2022), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x003d582b (abgerufen am )
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