Studierte klassische und hebräische Philologie sowie Musikwissenschaft an den Univ.en Graz, Wien, Prag, Berlin und Göttingen/D, 1928 Promotion in Straßburg (Strasbourg/F). An der Berliner MHsch. war er 1921–24 Kompositionsschüler von F. Schreker und F. Busoni. 1926–34 war er Gymnasiallehrer und Mitglied des Konservatoriums Saarbrücken/D sowie 1935–38 Dozent am Jüdisch-theologischen Seminar in Breslau (Wrocław/PL). Nach seiner Emigration in die USA (1938, Exil) lehrte er 1938–67 in Cincinnati am Hebrew Union College und gründete 1948 die Hebrew Union School of Sacred Music in New York/USA. Am neugegründeten Institut der Univ. Tel Aviv/IL war er 1967–72 als Vorstand tätig.
Ehrungen
- Guggenheim-Stipendium 1957
- Ehrendoktorat Hebrew Union College 1967
Werke
Symphony-Requiem 1944; Kammermusik (Streichquartett); Psalm 42 f. Chor u. Org.
Schriften
- De quibusdam relationibus inter accentus Masoretarum et neumas liquescentes,Diss. Straßburg 1928
- The Sacred Bridge 1959
- A Voice Still Heard. The Sacred Songs of the Ashkenazic Jews 1976
- Die tektonische Funktion der Variante in Bruckners Symphonikin O. Wessely (Hg.), Bruckner-Studien 1975
- Mendelssohn 1980
- Dualismus u. Einheit in Mozarts Zauberflötein M. Angerer et al. (Hg.), [Fs.] O. Wessely 1982
- Juden um Richard u. Cosima Wagner. Eine Konfrontation nach einem Jh.in Anzeiger der phil-hist. Kl. der ÖAW 1984
- Gustav Mahlers Symphoniethemen. Eine typologische Untersuchung der ersten vier Symphonien in MusAu 7 (1987). – NA v. S. Sulzers Shir Zion. I: Sabbathliche Gesänge in DTÖ 134 (1983)
Literatur
- NGroveD 27 (2001)
- MGG 14 (1968)
- Riemann 1961 u. 1975
- Müller-Asow 1929
- Orpheus im Exil 1995
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Werner, Eric (Erich)“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e698 (abgerufen am )
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