Weißensteiner, Raimund

* 14.8.1905 Hoheneich/NÖ, † 12.7.1997 Wien

Komponist, Musikpädagoge, Dirigent und Priester

War 1916–18 Sängerknabe im Stift Zwettl und erhielt Musikunterricht von F. Kosch im Seminar Hollabrunn/NÖ. 1924–29 studierte er Theologie an der Univ. Wien, Priesterweihe 1929. An der Wiener MAkad. absolvierte er die Kapellmeisterschule bei O. Kabasta und war Kompositionsschüler von Fr. Schmidt (Diplom 1934). Er war als Weltpriester in der Seelsorge tätig und lehrte 1938–43 und (nach Verhaftung und Arbeitslager) 1945–68 an der MAkad. Wien (Kontrapunkt, Formenlehre, Partiturspiel). Seine Oratorien und Orchesterwerke führte er mit den Wiener Symphonikern, dem Singverein sowie Chor und Solisten der Wiener Staatsoper auf.

Ehrungen

Werke

11 Oratorien (Das Hohe Lied 1934–36, Das große Mysterium 1953, Kein Mensch kennt seine Zeit 1959), Chorwerke, Messe, Te Deum, Orchester- u. Klavierlieder; 12 Symphonien, Konzerte, Kammermusik (Streichquartette), Klaviersonaten, Orgelstücke.

Schriften

  • Selbstdarstellungin O. Wessely (Hg.), [Kgr.-Ber.] Die österr. Symphonie nach Anton Bruckner. Linz 1981, 1983

Literatur

  • L. Wech, R. W., 2 Bde. 1975–92
  • MGG 14 (1968)
  • Riemann 1961 u. 1975
  • Erhart 1998
  • F-A 2 (1978)
  • SK 7/4 (1960), 187 [Foto]
  • MGÖ 3 (1995)

Autor

  • Alexander Rausch

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2006

Empfohlene Zitierweise

Alexander Rausch, Art. „Weißensteiner, Raimund“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x000254a6 (abgerufen am )

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