War 1916–18 Sängerknabe im Stift Zwettl und erhielt Musikunterricht von F. Kosch im Seminar Hollabrunn/NÖ. 1924–29 studierte er Theologie an der Univ. Wien, Priesterweihe 1929. An der Wiener MAkad. absolvierte er die Kapellmeisterschule bei O. Kabasta und war Kompositionsschüler von Fr. Schmidt (Diplom 1934). Er war als Weltpriester in der Seelsorge tätig und lehrte 1938–43 und (nach Verhaftung und Arbeitslager) 1945–68 an der MAkad. Wien (Kontrapunkt, Formenlehre, Partiturspiel). Seine Oratorien und Orchesterwerke führte er mit den Wiener Symphonikern, dem Singverein sowie Chor und Solisten der Wiener Staatsoper auf.
Ehrungen
- Preis der GdM1947
- Kulturpreis des Landes Niederösterreich 1965
- Österr. Ehrenkreuz f. Wissenschaft u. Kunst I. Klasse 1984
Werke
11 Oratorien (Das Hohe Lied 1934–36, Das große Mysterium 1953, Kein Mensch kennt seine Zeit 1959), Chorwerke, Messe, Te Deum, Orchester- u. Klavierlieder; 12 Symphonien, Konzerte, Kammermusik (Streichquartette), Klaviersonaten, Orgelstücke.
Schriften
- Selbstdarstellungin O. Wessely (Hg.), [Kgr.-Ber.] Die österr. Symphonie nach Anton Bruckner. Linz 1981, 1983
Literatur
- L. Wech, R. W., 2 Bde. 1975–92
- MGG 14 (1968)
- Riemann 1961 u. 1975
- Erhart 1998
- F-A 2 (1978)
- SK 7/4 (1960), 187 [Foto]
- MGÖ 3 (1995)
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Weißensteiner, Raimund“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x000254a6 (abgerufen am )
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