Wasservogel, Walter

* 14.5.1912 Wien, † 22.4.1986 Wien

Musiker, Komponist, Arrangeur

Zunächst Handelsangestellter; nach Ausbildung am Wiener Volkskonservatorium (Violine bei Walter Kaufmann, Klavier bei A. Kaufmann, Theorie bei F. Högler) und Erlernung mehrerer Instrumente (Zither, Trompete, Klarinette) seit 1935 Berufsmusiker, u. a. als Schrammelgeiger. Bis 1940 wirkte er in mehreren europäischen Städten und Orten (u. a. Graz, Villach/K, Klagenfurt, Semmering/NÖ, Zürich/CH, Bern, Köln/D, Amsterdam) als Stehgeiger, nach Wehrdienst und Gefangenschaft 1947–72 mit einem Unterhaltungstrio in einem Wiener Stadtbetrieb tätig. Er komponierte ausschließlich Unterhaltungsmusik, stellte auch Potpourris und Schrammel-Arrangements zusammen. Seine Tochter Gertrude Straka (* 1941 Wien) war zunächst Soubrette, dann Chorleiterin und bis 1998 Musikerzieherin, arbeitet seitdem als Lyrikerin, Komponistin (Lieder und Couplets nach eigenen Texten) und Photographin.

Ehrungen

  • Ehrung f. 50-jährige Mitgliedschaft beim Österreichischen Gewerkschaftsbund.

Werke

Märsche (Witz-Marsch, Gute Freunde-Marsch); Walzer (Bilderbogen-Walzer); Polkas (Schnurlputz-Polka); Tänze; Wienerlieder; Arrangements von Werken Fr. Schuberts, Joh. und Jos. Schrammels, Joh. Strauss’ Sohn; zahlreiche Funk- u. Schallplattenaufnahmen; CD Music from Old Vienna.

Literatur

  • Lang 1986
  • www.novumverlag.at/autoren/?author_id=152&detail=1 (5/2006) [G. St.]

Autor

  • Uwe Harten

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2006

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Art. „Wasservogel, Walter“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e637 (abgerufen am )

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