Waldhausen

Markt im oberöstereichischen Strudengau

Die Pfarrkirche ist ein bemerkenswertes Beispiel der Nachgotik in Österreich aus dem 17. Jh. Das 1147 durch Otto von Machland gegründete und begabte, 1428 und 1432 von Hussiten verwüstete, unter Propst Laurenz Voss (1647–80) barockisierte, bald darauf jedoch bereits hoch verschuldete Augustiner-Chorherrenstift wurde 1792 aufgehoben und nach 1800 bis auf die reich ausgestattete Stiftskirche weitgehend abgetragen. Von der ohnehin kleinen Bibliothek (enthielt 1786 ca. 2300 Nummern nebst Choralbüchern und Brevieren) sind nur noch bescheidene Teile erhalten bzw. nachweisbar. Erste Entzüge hatte es offenbar bereits unter K. Maximilian I. gegeben; nach der Aufhebung zeigte die Wiener Hofbibliothek kein Interesse daran und auch an die Linzer Studienbibliothek (heute Oberösterreichische Landesbibliothek) gelangten nur acht Handschriften; Einzelstücke befinden sich in St. Florian, im Linzer Museum, in Schlägl, Wien, Budapest und Kopenhagen. Genauere Untersuchungen stehen jedoch (2006) aus.

Literatur

Autor

  • Rudolf Flotzinger

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2006

Empfohlene Zitierweise

Rudolf Flotzinger, Art. „Waldhausen“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e60c (abgerufen am )

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