Tochter des orthodoxen Priesters, Schriftstellers und Politikers Damjan Preradović (1857–1929) und dessen Frau Mara, geb. Jefremović. Ihr Bruder Aleksandar war 1920–24 Vizekonsul des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen in Budapest. Bereits als Kind sang sie gerne Volkslieder, die sie selbst notierte und mit Hilfe ihres Vaters mit instrumentaler Begleitung versah. Sie erhielt ihre musikalische Ausbildung in Wien am Neuen Wiener Konservatorium (in der Presse auch als MSch. Ondříček bezeichnet) und in Graz. Ab 1913 war sie Gesangslehrerin an der Höheren Mädchenschule in Belgrad. Kurz vor Kriegsbeginn, am 31.1.1914, übergab ihr Vater der Serbischen Königlichen Akademie in Belgrad eine Arbeit mit dem Titel Narodna zabava Srba u Sremu [Volksunterhaltung der Serben in Syrmien], wobei die Noten nach Anweisungen seiner Tochter erstellt wurden. Tihomir Đorđević schrieb Ergänzungen und Anmerkungen zu diesem mittlerweile verlorenen Text. Sie heiratete Branko Vučković, einen Leutnant der serbischen Armee aus Belgrad. Während des Ersten Weltkriegs war er Militärattaché der serbischen Botschaft in London, während sie als Ehefrau eines serbischen Offiziers interniert wurde. Als Komponistin widmete sie sich der Salonmusik für Klavier, drei Werke sind im Druck erschienen. Ihr erstes Stück Kolo iz Ravnoga Srema [Kolo aus der Srem-Ebene] wurde 1905 in Leipzig/D veröffentlicht und war Prinzessin Jelena v. Serbien gewidmet. In Leipzig erschien auch der Walzer Sevdah, die Mazurka Čarobni zvuci [Zauberklänge] hingegen beim Verlag Jovan Frajt in Belgrad. Das in der Presse erwähnte Tanzstück Maćedonka [Die Mazedonierin] ist verschollen. V.s Name erscheint zuletzt Ende März 1929 in einem Nachruf auf ihren Vater in der Zeitung Zastava, danach verliert sich ihre Spur.
Werke
Salonmusik (Kolo iz Ravnoga Srema [Kolo aus der Srem-Ebene] 1905, Walzer Sevdah, Mazurka Čarobni zvuci, Tanzstück Maćedonka [Die Mazedonierin]).
Literatur
- Viša ženska škola u Beogradu. Pedesetogodišnjica 1863–1913 [Die Höhere Mädchenschule in Belgrad. 50-Jahr-Jubiläum 1863–1913] 1913
- Srpkinja. Njezin život i rad, njezin kulturni razvitak i njezina narodna umjetnost do danas [Die Serbin. Ihr Leben und Wirken, ihre kulturelle Entwicklung und ihre Volkskunst bis heute] 1913, 26, 77
- V. Đorđević, Ogledi srpske muzičke bibliografije do 1914 [Studien zur serbischen Musikbibliographie bis 1914] 1969
- D. Perić in Zbornik Matice srpske za scenske umetnosti i muziku 14 (1991)
- R. Racković, Pomeni i trajanja 2. Monografija Golubinaca [Erinnerungen und Dauer 2. Monographie von Golubinci] 2007
- M. Kokanović Marković, Društvena uloga salonske muzike u životu i sistemu vrednosti srpskog građanstva u 19. veku [Die gesellschaftliche Rolle der Salonmusik im Leben und Wertesystem des serbischen Bürgertums im 19. Jh.] 2014
- Zastava 26.7.1921, 1, 28.7.1921, 1
- 31.3.1929, 1
Autorin
- Marijana Kokanović Marković
Letzte inhaltliche Änderung
3.12.2025Empfohlene Zitierweise
Marijana Kokanović Marković, Art. „Vučković (geb. Preradović), Milica“ (3.12.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits (abgerufen am )
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