Sohn des Arztes Dominik Edler v. V. (1764–1833), studierte Medizin an der Univ. Wien (Dr. 1830) und wirkte als geachteter Arzt, betätigte sich daneben als Musikdilettant (Dilettant) und ließ ca. 40 Kompositionen im Druck erscheinen. 1848 gründete er den Konstitutionell-monarchischen Verein; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. 1868 wurde er Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war V. Direktor des Unterstützungsvereines für Witwen und Waisen des medicinischen Doctoren-Collegiums. Er war in dritter Ehe mit der Hofopernsängerin M. Hellwig (geb. Swatosch) verheiratet. Seine älteren Söhne: Rudolf (1834–70), Mediziner (publizierte v. a. über Themen zur Klimaforschung); Alfred (1836–74), Historiker. – 2004 erschien der Katalog der Autographensammlung V., begründet von R. Ritter v. V., mit den Originalmanuskripten der Festschrift zum zehnjährigen Regierungsjubiläum Kaiser Franz Josefs.
Gedenkstätten
- Vivenot-Gasse (Wien XII)
Ehrungen
- Ritter des Ordens der eisernen Krone 3. Klasse 1866
- Ritterstand 1867
- zahlreiche ausländische Orden
Werke
Klaviermusik; Lieder f. Singstimme u. Kl.
Schriften
Literatur
- Czeike 5 (1997)
- E. Lesky, Die Wr. Medizinische Schule im 19. Jh. 21978
- Wurzbach 51 (1885) [mit WV]
- Slg. Moißl
Abbildungen
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Vivenot, Rudolf Ritter von“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e5b6 (abgerufen am )
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