Soll seine erste Ausbildung im Oratorium des heiligen Philipp Neri in Wien erhalten haben, 1735 kam er als Sängerknabe in die Niederlande an die Brüsseler Hofkapelle von Erzhzg.in Maria Elisabeth, wo er von Jean-Joseph Fiocco Unterricht erhielt. Von 1740 an bis nach 1780 war er Hofpaukist, hier folgte ihm sukzessive sein Sohn Paul V. (1761–1838) nach. 1763–66 und ab 1770 leitete er das Orchester des Théâtre de la Monnaie. 1775–81 war er als Direktor von v. a. eigenen Theaterunternehmungen tätig, anschließend wirkte V. als „maître de musique et de chant“ wiederum am Théâtre de la Monnaie. 1786–91 Hofkpm., anschließend noch kurz Theaterkpm. am Amsterdamer Collège dramatique.
Werke
Messen, Motetten, Oper Céphalide ou Les Autres Mariages samnites (UA 1777 Brüssel), weitere Bühnenwerke, Sinfonien.
Literatur
- MGG 13 (1966) u. 17 (2007)
- NGroveD 26 (2001)
- Wurzbach 57 (1889)
- Kosch 5 (2004)
- F.-J. Fétis, Biographie universelle des musiciens 8 (21878)
- Erhart 1998
- Stieger II/3 (1978)
Abbildungen
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
1.12.2014Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Vitzthumb (Fitzthumb, Witzthumb), Ignaz“ (1.12.2014), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e5b3 (abgerufen am )
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