Studierte in Tübingen/D Theologie, Philosophie und Philologie und habilitierte sich 1835 für Ästhetik und deutsche Literatur. 1837 wurde er ao., 1844 o. Prof. in Tübingen. 1855 ging er als Dozent an das Polytechnikum in Zürich/CH, ab 1866 lehrte er wieder in Tübingen, bis 1869 zusätzlich am Polytechnikum in Stuttgart/D. Seine Ästhetik ist von Georg Wilhelm Friedrich Hegel (Idealismus) beeinflusst und bildet einen Gegenpol zur formalistischen Kunstauffassung R. Zimmermanns und E. Hanslicks (Musikästhetik). Die speziell die Musik betreffenden Teile seiner Aesthetik oder Wissenschaft des Schönen (§§ 767–832) stammen vom deutschen Ästhetiker Karl Reinhold Köstlin (1819–1894).
Ehrungen
- Mitglied der Kgl. Bayerischen Akad. der Wissenschaften 1864
- Kronenorden des Württembergischen Kg.s 1870
- Komturkreuz des Friedrichsordens 1887
Schriften
- Kritische Gänge 1844, 6 Bde. 21914–22, hg. v. R. Vischer [Slg. v. Reden, Aufsätzen]
- Aesthetik oder Wissenschaft des Schönen, zum Gebrauche f. Vorlesungen, 3 Tle. 1846–58, 6 Bde. 21922/23
- Über das Verhältnis von Form u. Inhalt in der Kunst 1858
- Antwort auf Entgegnungen ästhetischer Formalisten 1858
Literatur
- MGG 13 (1966)
- Riemann 1975
- ADB 40 (1896)
- MGÖ 3 (1995)
Abbildungen
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Vischer, Friedrich Theodor“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e5ac (abgerufen am )
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