Turkovic, Milan

* 14.9.1939 Zagreb

Fagottist

Einer österreichisch-kroatischen Famile entstammend, aufgewachsen in Wien, wurde er hier (bei K. Öhlberger) und später in Detmold/D (bei Albert Hennige) ausgebildet. 1962–67 spielte er bei den Bamberger, 1967–84 bei den Wiener Symphonikern und unterrichtete dann bis 1992 am Mozarteum in Salzburg, bis 2003 war er Prof. an der Wiener MHsch. (MUniv.); unter seinen Schülern Robert Buschek (* 1973 Linz), inzwischen dort selbst Lehrer. Er war Mitglied des Concentus Musicus Wien , des 1968 zusammen mit W. Schulz und H. E. Deutsch gegründeten Trio Vienna, der Chamber Music Society of the Lincoln Center in New York/USA sowie des Ensembles Wien-Berlinund tritt – z. T. auch als Dirigent von Kammerorchestern bzw. Bläserensembles – bei den wichtigsten Musikfestivals (u. a. Salzburg, Wien, Lockenhaus/Bl, Luzern/CH, Prag, New York, Sapporo/J) auf. Er spielt modernes und Barock-Fagott. M. Rubin schrieb für ihn ein Konzert für Fagott und Orchester. Aufgrund seiner Teilnahme an der USA-Tournee des auch in Wien erfolgreichen Jazztrompeters Wynton Marsalis 1998 wurde ihm dessen Werk Meeelaan (für Fagott und Violinquartett) gewidmet. Als Solist, Kammermusiker bzw. Orchestermitglied ist er auf über 200 Plattenaufnahmen präsent. Er trat auch zwei Jahre als Präsentator eines Musikquiz im ORF auf. T. ist seit 1993 mit der ehemaligen österreichischen Eiskunstläuferin und späteren (1972–2000) Fernsehmoderatorin Ingrid Wendl (* 17.5.1940 Wien; seit 2002 ÖVP-Abgeordnete zum Nationalrat) verheiratet. Sein Sohn aus 1. Ehe ist Musikproduzent und Schlagwerker.

Ehrungen

  • Österr. Ehrenkreuz f. Wissenschaft u. Kunst 1. Klasse 2001

Schriften

Literatur

  • NGroveD 25 (2001)
  • Salzburger KulturL 1987
  • W. Dobner in Die Presse 4.7.1992
  • MGÖ 3 (1995)
  • Slg. Moißl
  • eigene Recherchen

Autor

  • Uwe Harten

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2006

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Art. „Turkovic, Milan“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e521 (abgerufen am )

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