In gewisser Weise als Vorbilder können z. B. Dichtungen wie Guillaume Crétins Déploration zum Tode Johannes Ockeghems (1497) gelten. Instrumentale T.s fanden dann besonders im 17. Jh. von Frankreich aus durch Lautenisten und Clavecinisten größere Verbreitung, wurden auch hierzulande bekannt und z. B. durch J. J. Froberger, J. de Saint Luc und Rochus Berhandtzky (* ca. 1660 Schwalbach/D) aufgegriffen. Eine gewisse Verbindung mit Zupfinstrumenten blieb auch in Wiederaufnahmen des 20. Jh.s (z. B. den Quatre Tombeaux für Gitarre von R. Dünser) erhalten; verallgemeinert wurde der Ausdruck z. B. von G. Sinopoli (T. d’Armor I–II, für den steirischen herbst 1981).
Literatur
Autor
- Rudolf Flotzinger
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Rudolf Flotzinger, Art. „Tombeau“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e4b3 (abgerufen am )
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